Textilreinigung Berlin      

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Tipps und Tricks

Jeder hat es bereits schon einmal erlebt, dass das neue Kleidungsstück nach der Wäsche nicht mehr weich und formschön ist.
Die Ursachen hierfür sind vielfach. Es kann z.B. nicht jegliche Besonderheit mit Pflegesymbolen gekennzeichnet werden, vielfach sind zusätzliche Kenntnisse erforderlich. Im nichteuropäischen Ausland hergestellte bzw. gekaufte Textilien weisen eine gewisse Streubreite in der Kennzeichnung auf. Und letztendlich spielen die unterschiedlichen Eigenschaften der Waschmittel natürlich ebenso eine Rolle.

Unsere Tipps beziehen sich daher auf besonders häufige Problemfälle:

Baumwolle

Baumwolle ist in der Behandlung eher unproblematisch. Weiße Baumwollwäsche kann aus hygienischen Gründen mit Vollwaschmittel bei 95 grd. gewaschen werden. Farbige Wäsche ist mit max. 60 grd. und Colorwaschmittel zu waschen. Es besteht allerdings besonders bei roter und schwarzer Wäsche die Gefahr des Ausfärbens, deshalb ist die Wäsche zu trennen.
Schleudern ist bis auf die Jeansbehandlung ohne Einschränkungen möglich. In der Regel kann Baumwolle auch im Trockner behandelt werden, es besteht aber die Gefahr des Einlaufens.
Bügeln solte man mit 200 grd. oder Stufe 3.

Daunen

Auch Daunenkleidung, Daunenkissen und Daunendecken bedürfen regelmäßiger Pflege. Das Lüften ist die erste Pflegemaßnahme. Eine Wäsche ist bei Kopfkissen jährlich und bei Daunendecken aller 2 bis 3 Jahre empfehlenswert.
Wichtige Voraussetzung ist eine Waschmaschine mit großer Trommel, mindestens 10 kg (sonst verkleben die Daunen).
Bei maschineller Renigung ist weiterhin folgendes zu beachten:

Frottierwaren

Frottier ist ein pflegeleichtes Material. Wird die Wäsche allerdings kratzig und läßt die Saugfähigkeit nach, so sollte die Pflege verbessert werden. Der Vollständigkeit ist jedoch auch auf die Qualität der Baumwolle, eventueller Mischungen und das Herstellungsverfahren hinzuweisen. Frottier und Frottee sind nicht das gleiche. Wichtig zu wissen ist, dass Frottier ein höheres Wasseraufnahmevermögen hat. Frottee ist ein Gewebe mit Kräuselzwirn, während Frottier ein Gewebe mit beidseitigen Fadenschlingen ist.
Aber nun zur Pflege:

Nach der Wäsche achten Sie bitte auf Flusenbildung sowohl in der Waschmaschine, als auch im Trockner.

Jeans

Jeans können leicht ihren Farbstoff abgeben und darin liegt die eigentliche Problematik beim Waschen. Bei blauen Jeans ist leicht erkennbar, dass der Stoff an der Außenseite einen höheren Farbstoffgehalt aufweist als an der Innenseite. Der Farbstoff wird beim Waschvorgang mechanisch abgerieben. Es entstehen dann helle Streifen, die sogenannten Blanchissuren oder Weißscheuerungen. Eine neue Hose kann so schon nach der ersten Wäsche unansehnlich werden.
Zu beachten ist:

Das Verringern der mechanischen Reibung bei der Wäsche ist ausgesprochen wichtig. Vielfach kann man hören, dass trotz links drehen Weißscheuerungen entstanden ist. Meistens wurde die Waschmaschinentrommel dann zu voll gefüllt und die mechanische Walkarbeit hat der Hose den Rest gegeben.
Die Waschtemperatur der Baumwollhosen beträgt 60 grd., Stretchhosen sind nur bei 30 grd. zu waschen.

Kaschmir

Kaschmir ist mit einem feinen Wollwaschmittel ohne Bleichmittel, Aufheller und Weichspüler zu waschen. Eine Handwäsche ist auch mit Haarshampoo ohne Rückfettungssubstanz möglich.
Die Waschtemperatur sollte 30 grd. nicht überschreiten. Um die Waschmittelrückstände vollständig zu entfernen, ist mehrfaches Spülen angeraten. Bei Maschinenwäsche den Feinwaschgang benutzen, die Tromel nur zu 1/3 füllen und eine maximale Schleuderdrehzahl von 600 U/min. einstellen. Ein Wäschebeutel wird empfohlen.
Zum Trocknen ist das Kaschmirtextil flach auf einem Handtuch auszulegen oder zwischen zwei Tüchern zusammenzurollen.
Bügeln nur mit der niedrigsten Temperatureinstellung.

Klimamembranen

Die Pflege der Klimastoffe beginnt mit dem Waschen. Mit weiteren Maßnahmen ist dann sicherzustellen, dass einerseits der Nässeschutz und zum anderen die Atmungsaktivität erhalten bleibt. Da die Imprägnierung nur außen aufgebracht ist, sind keine Waschmittel mit einwaschbaren Imprägnierungen zu verwenden. Die Atmungsaktivität würde stark beeinträchtigt werden.
Das Waschen erfolgt im Schonwaschgang bei max. 40 grd. Verwenden Sie wenig Waschmittel und spülen Sie die Wäsche gut.
Weichspüler sind zu vermeiden, am besten verwenden Sie angepasste Waschmittel für Klimatextilien, z.B. Perwoll Sport. Freaks verwenden Waschmittel des Outdoor Programms von der Serie Nikwax.
Nach der Wäsche ist eine Sprayimprägnierung der Außenseite der Bekleidung bedarfsweise möglich. Mit der Imprägnierung bleibt nicht nur die Wasserdichtigkeit sondern auch Atmungsaktivität erhalten. Von außen nasse Bekleidung kann nicht atmen und durch den Körperschweiß wird das Innenmaterial noch zusätzlich feucht.

Wolle

Unter dem Begriff Wolle versteht man im Allgemeinen Schafwolle, wobei die reine Schurwolle mit dem Wollsiegel die höchste Qualität darstellt. Schafwolle hat einzigartige Eigenschaften, sie wärmt außerordentlich gut und kann trotzdem bis zu 30% Feuchtigkeit aufnehmen. Den positiven Eigenschaften steht jedoch negativ das Verfilzen gegenüber. Da die Faser aus einer schuppigen Hornschicht besteht, können sich unter dem Einfluß von Wasser, Hitze und Bewegung die Schuppen untereinander verhaken und verkleben (verfilzen). Der Vorgang läßt sich nicht mehr rückgängig machen.
Bei Wolle gilt als erste Bürgerpflicht: Unbedingt die Pflegesymbole beachten!
Wolle kann nämlich kunstharzbehandelt sein und damit bieten sich unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten.
Folgende Ratschläge sind in jedem Fall richtig:

Trocknen im Wäschetrockner ist bei entsprechendem Pflegehinweis möglich. Ansonsten sind Wollsachen möglichst liegend zu trocknen.
Bügeln mit der Einstellung Wolle oder 130 grd.. Die Wollsachen sind beim Bügeln durch Auflegen eines Baumwolltuches zu schützen. Das Bügeleisen nicht hin- und herschieben, sondern die Wolle nur dämpfen.